Monika Gründel, Visions-Architekten
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Wenn die Selbst-Wertschätzung dich bis zum Gipfel bringt

Erholung, Entspannung am Berggipfel

Ich danke dir, Matthias, für den Aufruf zu dieser Blogparade „BEDINGUNGSLOSER SELBSTAUSDRUCK“.

Das Thema könnte gerade nicht besser aufzeigen, was mich gerade umtreibt und an welche Grenzen ich damit komme.

Danke, dass du mir hiermit die Möglichkeit zum Reflektieren gibst!

Ich sehe gerade ein Bild vor mir! Ein hoher Berg mit Gipfelkreuz und einer phantastischen Aussicht in alle Richtungen. Ich lehne an diesem Gipfelkreuz und schau in die Ferne, ich fühle und sehe nichts als Freiheit. Es ist keiner mit oben auf diesem Berg.

In Gedanken schau ich zurück:

Ich bin immer wieder Menschen begegnet, die mit mir das Leben gefeiert haben, auf Hütten und Plätzen zum Genießen und Verweilen, aber auch auf dem Weg. Immer wieder gab es welche, die mich begleitet haben – für eine Weile.

Es kamen mir auch viele Menschen entgegen.

Ab der oberen Hälfte, wo die Luft dünner wird und die Wege steiler und unsicherer, da kam mir keiner mehr entgegen und es ging auch keiner mit mir weiter. Für viele war es – war ich zu gefährlich – zu wagemutig – und ich war für viele auch viel zu schnell! Oft hab ich mich gefragt, was mich antreibt, immer weiter zu laufen – in diesem Tempo.

Das Tempo hat Energie erzeugt und ebenso das gnadenlose Vertrauen, dass ich nur eine Entscheidung zu lasse: MEINEN WEG ZU GEHEN – das war mein Ansporn.

Ich wusste nicht, wie weit es ist zum Ziel und auch das Ziel war nicht wirklich greifbar. Ich wusste nicht, was da auf mich wartet. Mein Weg hat sich einfach immer wieder vor mir ergeben, aus Entscheidungen die ich im jeweiligen Moment getroffen habe. Und wenn man nur eine Wahl hat, nämlich die Wahl der Selbst-Wertschätzung und des Selbst-Vertrauens, dann können Entscheidungen leicht gehen, denn dann gibt es keine große Auswahl, wo man abwägen muss. Wenn ich immer nur den Weg der bedingungslosen Selbstliebe gehe, dann gibt es nur einen Weg. Und diese Liebe, war wie ein Magnet, der immer stärker wurde.

Im Rückblick war mein Weg ein sehr radikaler Weg.

Ja er war bedingungslos und das Leben hat mir gnadenlos gezeigt, was ich mir vorgenommen habe. Ich wurde tausendmal in die Knie gezwungen aber auch mehr als reich beschenkt: mit Menschen, mit Erfahrungen, mit Erkenntnissen und dem Gefühl richtig zu sein. Dieser Weg war der Weg über die Selbst-Wertschätzung zu meiner bedingungslosen Selbst-Liebe. Die unendliche Liebe, die ich fühle, war das Geschenk für diesen gnadenlosen Weg. Meinen Weg, der allein meiner war.

Manchmal bin ich diese Wege wieder zurückgelaufen, weil ich mich nach Menschen gesehnt habe.

Aber wenn ich dort war und ich von meinen Erlebnissen und Erkenntnissen gesprochen habe, dann wurde ich nicht ernst genommen. Viele wollten mich in ihre Schranken weisen, mich warnen vor den Schnellschüssen und naiven Gedankengängen. Ich weiß, sie machten sich Sorgen, weil sie nicht verstehen konnten, was mich so antreibt. Sie haben mich unterstützt, soweit sie konnten. Dafür bin ich dankbar.

Oft habe ich aber auch einfach nichts gesagt oder nur soviel, wie sie verstehen konnten, auch um mich zu schützen.

Und obwohl mein Modus der Selbst-Wertschätzung immer stärker wurde – je mehr ich auf mich hörte und mir treu blieb – brachte mich die Sehnsucht nach Menschen und Gemeinschaftssinn auch immer wieder dazu, dass ich dem folgte, was sie sagten und ich blieb. Und ich merkte, wie meine Energie aus mir rausfloss und ich kaum Nahrung bekam, um mich wieder zu füllen. Und so entwickelte ich eine neue Energiequelle, die mich bei Laune halten sollte. Ich entwickelte eine Idee nach der anderen und bekam dort nicht nur Energie, sondern auch den Platz für die Anerkennung!

Doch Anerkennung ist keine Nahrung für die Seele, Anerkennung füllt nur das Ego.

Die Wertschätzung fehlte, dass ich so sein konnte, wie ich bin. So war all das immer meine Arbeit, um mich mit Energie zu füllen. Ich wusste, wie man das macht. Ich wusste, wie ich mich immer wieder mit Energie füllen konnte.

Zu jeder Zeit, an jedem Ort, auch ohne Mittel.

Nur was ist, wenn die Energie einfach ausbleibt, wenn man aufhört sich zu füllen, weil man nichts mehr TUN will, weil man nicht mehr kann, wenn man sich gerne mal füllen lassen möchte. Ja, dann galt es sich hinzugeben und Hingabe ist etwas, dass ich mehr als genug durch die sprudelnde Ideenentfaltung zelebriert habe.

Was ist, wenn aber bei dieser Hingabe soviel Energie zum Ausdruck kommt, dass die Menschen damit überfordert sind.

Wenn das, was aus mir raus will, diese große Liebe und Fülle, die ich durch meinen Weg erfahren durfte, kaum einer aushalten kann, weil sie gewaltig ist. Wenn deren Gefäß der Liebe für meine unendliche Liebe einfach zu klein ist. Wenn die Angst größer ist, dass ich mit dieser Liebe das Gefäß sprengen könnte, als das scheinbare Risiko einzugehen, sich einfach nur weit zu öffnen.

Dann werde ich ein weiteres Mal vor die Wahl gestellt:

Willst du hier bleiben, weil da Menschen sind oder gehst du den Weg der Selbst-Wertschätzung weiter und respektierst das Risiko, dass du allein weiter gehst? Und meine Entscheidung ist klar! Ich wähle erneut den Weg der Selbst-Wertschätzung und vertraue darauf, dass ich dort, wo mein Platz ist, auch Menschen treffe, die mich so SEIN lassen und nicht nur das, die auch davon profitieren, dass ich SO BIN! Ich bin zutiefst überzeugt, dass meine Seele mir den Platz weisen wird, wo ich in meiner unendlichen und bedingungslosen Liebe SEIN kann!

Und das bedeutet, dass ich teilen kann und mit-teilen kann, was ich in Hülle und Fülle erreicht, geschöpft und kreiert habe!

Während ich auf diesem Berg sitze und mir klar werde, das alles richtig war, was ich erlebt habe, werde ich ganz still. Und während ich ganz tief in meiner Bedingungslosigkeit versinke, da tauchen auf einmal Menschen auf. Ich höre Stimmen und ich sehe auf den Wegen, die nach oben führen, einzelne Menschen. Und ich höre, wie mein Herz jubelt. Denn jetzt erkenn ich: Ich bin da! Ich bin am Gipfel ganz angekommen! Jetzt kommen sie, die Menschen, auf die ich gewartet habe.

Und ich halte die Arme auf und es braucht keine Worte!

Danke an dich, Matthias Brückner, danke an Bettina Kalandra, Martin Uhlemann und Marco Behrens, dass wir gemeinsam eine Vision weitertragen. Dass wir gemeinsam das Projekt der Visions-Architekten gestartet haben. Und jeder so sein darf, wie er ist. Egal wo er steht und welche Hürden er für sich noch überwinden will. JA, es ist Zeit – für die andere Seite des Lebens. Und ich möchte für die da sein, die auch an ihrem Gipfel der Liebe ankommen wollen, die sich nach Menschen sehnen, die sie verstehen und so SEIN lassen. Ich möchte der Mensch sein, der mich und andere, immer wieder da oben empfängt!

Und ich sag euch: Die Aussicht ist phänomenal!!!

Alle Liebe!

Moni

18 Kommentare

  1. Liebe Monika,
    danke dir aus ganzem Herzen für diesen Artikel. Hat er mir doch eine wunderbare Antwort gegeben zu einem Ereignis, das mich am Wochenende selbst total geplättet hat. Genau dieser Abschnitt hier:

    „Wenn das, was aus mir raus will, diese große Liebe und Fülle, die ich durch meinen Weg erfahren durfte, kaum einer aushalten kann, weil sie gewaltig ist. Wenn deren Gefäß der Liebe für meine unendliche Liebe einfach zu klein ist. Wenn die Angst größer ist, dass ich mit dieser Liebe das Gefäß sprengen könnte, als das scheinbare Risiko einzugehen, sich einfach nur weit zu öffnen.“

    herzlichen Dank und ganz liebe Grüße
    Barbara

    • Ach wie freut mich das, das ich diese Erfahrung mit dir teilen darf, liebe Barbara!
      Bleib dieser großen Liebe treu… auch wenn man sich manchmal alleine fühlt… der Weg lohnt sich!

      Alles Liebe!
      Moni

  2. Liebe Mohni,
    auch ich habe Gänsehaut gekriegt beim Lesen Deines Artikels. Deine Power, Dein Enthusiasmus, Dein Sein, das Gehen Deines Weges ist eine Befreiung für uns alle.

    Du lebst die größte Vision Deiner selbst und ermunterst uns dadurch es auch zu tun.

    Danke dafür! Danke, dass ich Dich auch ein Stück Deines Weges begleiten dufte und vielleicht auch noch begleiten darf.

    Schön, dass es Dich gibt!

    Alles Liebe,
    Diana

    • Liebe Diana,
      ich kann einfach nur sagen… von Herzen DANKE!!!
      Und ja, wir begleiten uns weiter… du mich und ich dich!

      Schön, dass es dich gibt!
      Alles Liebe!
      Moni

  3. Ein sehr bewegender und ehrlicher Artikel, der einen Mut und Ansporn gibt auf seinem eigenem Weg zu bleiben und sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren!
    Danke!
    LG
    Silvia

  4. WOW,
    dieser Artikel sprüht so vor Kraft, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, wie du deinen Gipfel erreicht hast. Ich wünsche dir viel Freude da oben und vielleicht komme ich dich ja mal besuchen! 😉

    Liebe Grüße,
    Marie

    • Vielen Dank, liebe Marie!
      Es ist schön, wenn meine Erfahrung echt rüber kommt! Ich spür es echt mit jeder Faser!
      Und seeehr gerne, darfst du mich am Gipfel besuchen. Allerdings werde ich in diesem Jahr mehr die Menschen besuchen, weil ich ein Jahr ohne Wohnsitz sein werde. 😀
      Infos unserer Tour folgen hier noch! 😉

      Ganz viele liebe Grüße!
      Moni

  5. Jasmin sagt

    Liebe Moni,
    ich bin erst am Anfang, aber ich spüre das, was du beschreibst und ich spüre was für ein toller Mensch du bist. Du kannst deine Erfahrungen, Gefühle und Gedanken ganz wundervoll in Worte fassen. Eine Wortkünstlerin. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg damit!

    • Liebe Jasmin!
      Ich danke dir von Herzen! Diese Wertschätzung tut mir soo gut! Genau solche Menschen, wie du, haben mich immer wieder dazu ermächtigt, dass ich weitergehe. Und es hat sich gelohnt! Wo auch immer ich / wir dich unterstützen können, lass es mich wissen!
      Einfach nur DANKE!!!
      Alles Liebe!
      Moni

  6. Liebe Moni … es ist ganz egal welchen Text ich von dir lese, du sprichst mir mit jedem deiner Worte aus der Seele 🙂 …. Alles von dem du auf so berührende Weise sprichst, kenne ich sooo gut… erlebe ich selbst auf meiner Wanderung des Lebens und es erfüllt mich mit unbeschreiblicher Freude deine Worte zu lesen… zu fühlen! Denn oftmals fühlt man sich sehr einsam auf dem Weg zum Gipfelkreuz … und es geht das Herz auf, wenn man andere Wanderer erblickt und ihnen lachend zuwinken kann ;))
    Danke für deine WUNDER-VOLLen Liebesdienste!!! Anke

    • Liebe Anke!
      Diese Zeilen von dir sind so wunderbar! Ich danke Dir! Ich bin ja gerade auf Gran Canaria und von einem Strandspaziergang zurück. Dabei ist mir diese Dankbarkeit dem Leben gegenüber so bewusst geworden und dass sich jede neue Entscheidung dem Gipfelkreuz entgegen zu wandern gelohnt hat. Und wo auch immer dein Gipfelkreuz steht und du winkst, ich kann dich sehen. Und ich winke von hier zurück! Mit einer Riesenportion Sonne!!!! 🙂 Fühl dich herzlich umarmt!!!
      Alle Liebe!
      Moni

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