Artikel, Monika Gründel, Visions-Architekten, Visionstour 2015
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Das Spiel mit der Angst

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Diese Visionstour fordert mich ganz schön. Ja, fordern ist fördern, hinauf befördern und ich wachse so aus mir heraus. Aber die düsteren Tage erwarten volle Hingabe, volle Konzentration auf das Thema. Wie gern würde ich mich da als selbsternanntes Opfer in der Ecke verkriechen und darauf warten, dass mich jemand hervorholt. Kennst du das?

Wenn Ängste auftauchen, dann taucht auch immer die Ohnmacht mit auf.

Und Ohnmacht bedeutet nichts anderes, als dass ich meine Macht abgegeben habe. Wenn ich keine Macht mehr habe, kann ich nichts in meinem Leben verändern. Dann wirken andere auf mich ein. Und je länger diese Machtabgabe läuft, desto intensiver wird mir im Außen bestätigt, wie ich mich ohne diese Macht fühle: klein, minderwertig, nicht gut genug, lieblos, unattraktiv, abstoßend uvm.

Doch die Menschen in unserer Umgebung leisten damit einen riesengroßen Liebesdienst.

Sie konfrontieren uns damit. Ihre Botschaft lautet: „Schau wie du dich selbst entwertest. Ich bin es nicht, ich halte dir nur den Spiegel vor. Du hast deinen Wert mit deiner Macht abgegeben. Die Macht ist nichts anderes als deine Liebe. Die Liebe ist deine Macht. Und wenn du diese abgibst, von dir weg gibst, dann fühlst du dich macht- und wertlos.“

Doch warum geben wir diese Macht ab? Welchen Gewinn haben wir dadurch?

Denn wir handeln immer gewinnorientiert. Möglichst mit dem Weg des geringsten Widerstands. Denn Widerstand bedeutet Schmerz und Schmerz gilt es zu vermeiden. Und weil wir Schmerz vermeiden wollen, geben wir die Liebe und somit unsere Macht ab. Wir glauben, wenn wir keine Liebe fühlen, fühlen wir auch keinen Schmerz.

Cleveres Spiel… aber woher kriegen wir dann unsere Energie namens Liebe?

Wir erwarten sie von außen. Dort haben wir sie ja schließlich hingegeben voller vermeintlicher Hingabe. Jetzt erwarten wir sie zurück von anderen Menschen. Und so entsteht eine Abhängigkeit von Liebe. Und wenn eine solche Co-Abhängigkeit in einer Partnerschaft besteht, dann werden sich diese beiden Menschen BRAUCHEN. Sie sind nicht frei! Aber das nehmen sie in Kauf für den Gewinn an Liebe, den sie sich gegenseitig geben und fordern.

Doch zwei Menschen, die sich brauchen, verbrauchen sich, bis sie nicht mehr können.

Irgendwann sind sie leer und ausgelaugt und so trennen sie sich, weil sie sich nichts mehr zu geben haben, nichts mehr geben können. Die Erwartungen des anderen wurden wie ein Strick um den Hals, an dem immer mehr gezogen wurde, je weniger die Erwartungen gestillt wurden.

Was können wir tun? Was ist der Weg zum FREI SEIN und der bedingungslosen Liebe?

Ein Ratgeber würde sagen: „Liebe dich selbst!“ Oh man, wie scheiße-klug sich das manchmal anhört. Wie eine fremde Sprache, die man sofort sprechen und verstehen soll! Da kann man ganz schön wütend werden. Ich sprech da aus aus langjähriger Erfahrung.

Doch wenn man in dieser Selbstliebe ist, sie wirklich spürt, dann ist diese Aussage einfach WAHR!

Dann fühlt man diese Freiheit, diese Bedingungslosigkeit, weil es nichts gibt, was man noch „braucht“! Denn Selbstliebe ist kein TUN und wird auch durch kein Tun erreicht. Wir kommen nicht durch Leistung und „an uns arbeiten“ dort hin. Doch wir sind so geprägt: Um ein Ziel zu erreichen – und Selbstliebe ist in diesem Fall ein Ziel – müssen wir etwas dafür tun, Opfer bringen…

Doch dieser Weg verstärkt die Ängste vor der Liebe umso mehr.

Und mit dieser Leistung und mit jeder vermeintlichen Liebes-Tat (aus der Erwartung heraus) distanzieren wir uns vor der wahren Selbstliebe.

SELBSTLIEBE braucht keinen Weg, kein Tun.

Selbstliebe ist kein romantisches Gefühl, keine Euphorie, kein Prickeln, kein Sprühen, kein Verliebstein. SELBSTLIEBE ist der Weg. Sie ist der Umgang mit dir! Deine Einstellung zu dir! Sie ist die Qualität deines Handelns, um dich zu erfüllen! Und allem voran ist die Selbstliebe das Annehmen, dass DU PURE LIEBE BIST! Dass nichts anderes von dir existiert! Du bist reine Liebes-Energie und das, was du siehst, was du wahrnimmst, dein Körper, deine Gefühle ist nichts anderes, als das, was du mit deiner Einstellung dir gegenüber erschaffen hast: Eine Illusion deines Geistes!

In deiner Liebe – und du kannst gar nicht anders als mit Liebe zu handeln, weil du nichts anderes bist…

warst du der Schöpfer, der Künstler, der Bildhauer von dir als Mensch. Welche Macht du doch hast!!! Glaubst du immer noch, Gott hat dich erschaffen? Hast du deine Macht an einen Gott im Außen abgegeben? Erkenne, dass du selbst Gott bist! Und dass der Gott, den du spürst, die Liebe in dir ist, die sich ausdrückt!

Ja, welche Macht du hast!!!

Siehst du deine Größe? Diese Macht hast du abgegeben, weil du mit deinen Ergebnissen, mit dir nicht zufrieden warst. Weil dir nicht bewusst war, dass du erschaffen hast, was du alles als wahr siehst!

Verantwortung für sich übernehmen ist der erste Schritt, die Liebe in sich wahrzunehmen.

Ohne dieses Annehmen der Eigenverantwortung überlässt du es anderen, dass sie deine Liebe und deine Macht sehen. Und du wirst abhängig davon, du TUST alles, um diese Anerkennung zu bekommen. Und wenn du diesen Liebesersatz in deinem Umfeld von Co-Abhängigen immer bekommst, musst du diese Verantwortung nicht annehmen. Alles darf schön in deiner heilen Welt so bleiben.

Doch irgendwann, wenn du merkst, dass es dir nicht reicht, du mehr spüren willst, du diese Liebe selbst spüren willst, dann wirst du um die Eigenverantwortung nicht herum kommen.

Der erste Schritt ist also, diese Verantwortung wieder zu übernehmen. Damit holst du dir deine Macht, deine Energie wieder zu dir zurück! Das ist eine Entscheidung, ein Aussprechen (z. B. vor dem Spiegel): „Ich übernehme die volle Verantwortung!“

Mit diesem Schritt werden Ängste auftauchen.

Doch werde dir bewusst, dass du mehr bist, als deine Ängste und dass sie nur Diener sind. Und sie dir einen Signalpunkt senden, um jetzt etwas verändern zu können, dass du jetzt die Not wenden kannst. Die Angst bietet dir die Chance für einen Wendepunkt: Die Liebe kann sich von Außen wieder nach Innen wenden und dir von Innen dein Gefühl der Macht wieder geben.

Wenn du diese Macht in dir erkennst – erkennst, dass du der Schöpfer deines Lebens bist und immer warst, dann bist du in der absoluten SELBSTLIEBE!!!

Um die Angst, die auftaucht, zu lösen, darfst du erkennen, dass sie zwei Programme eingerichtet hat:

Das erste ist das Erwartungsspiel, das Opfer-Täter-Spiel, z.B. für das Bedürfnis nach Zuwendung.

In diesem Programm machst du dich selbst zum Opfer, um die Retter anzuziehen, die dir das jederzeit geben. Denn sie sehen, dass du Opfer bist und das können sie nicht sehen, deswegen ändern SIE es! Sie beugen sich herunter und wollen dich hoch ziehen. Aber dann wärst du am Ziel und müsstest selbst für dich sorgen. Du verhältst dich weiterhin schwach, wertlos und sie geben dir Wertschätzung ohne Ende.

Du wirst genährt ohne Ende – mit Liebe von Außen. Und nachdem deine Liebe nur im Außen SEIN darf, spürst du sie innen nicht mehr. Doch weil die Liebe dich im Außen nie so nähren kann, dass es dich befriedigt, suchst du deine Befriedigung woanders: Im Essen, im Sex, im Alkohol, im Leistungswahn. Du erkennst es überall dort, wo du etwas nicht lassen kannst – ein OHNE nicht auszudenken oder vorstellbar wäre!

Irgendwann verausgaben sich deine äußeren Versorger bis sie selbst nicht mehr können. Dann bleibt die Zuwendung aus und du wirst zum Täter, weil der andere deine Bedürfnisse nicht erfüllt. Damit machst du ihn zum Opfer und dieses Spiel kann zu einer Neverending-Story werden, bis… ja, bis einer davon merkt, welches Spiel da gespielt wird.

Denn auch der Retter spielt das Erwartungsspiel. Die Erwartung der Dankbarkeit, Wertschätzung und Bewunderung. Da haben sich zwei gefunden. Und so wirst du immer jemanden finden, den du durch deine Opferhaltung wiederum zum Opfer machst. Die Opfer der Welt werden von uns selbstgewählten Opfern erschaffen.

Frieden entsteht nicht durch Retten, sondern durch das Annehmen der Macht durch die Eigenverantwortung.

Der erste Schritt ist also die Erkenntnis, dass du vom anderen etwas erwartest, wofür du selbst die Verantwortung trägst. Und ich sage hier ganz bewusst nicht „…was du dir selbst nicht gibst!“ Weil das nichts anderes als ein weiteres Täter-Opfer-Spiel wäre. Denn du musst dir nichts mehr geben, weil du schon alles hast, schon alles da ist in dir! Es geht nur noch ums Geben können aus freien Stücken – um die Verantwortung. Diese Verantwortung verlangt von dir die Erlaubnis, dass das Bedürfnis deiner Erwartung EINFACH SEIN darf, ohne irgendeine Abhängigkeit.

Einfach, weil du mit der angenommenen Liebe in dir, dieses Bedürfnis nicht mehr brauchst. Denn in dieser Liebe bist du bedingungslos, du willst einfach nur davon geben, so wie es andere ebenfalls tun wollen. Und so bekommt jeder, was er vorher „gebraucht“ hat aus freien Stücken, aus freier Liebe.

Doch diese Erwartung aufzulösen, ist der leichtere Teil der Angst: DIE ERLAUBNIS!

Denn ich bin mir sicher, dass jeder, der sich mit Spiritualität befasst, sich diese Erlaubnis schon hundertmal gegeben hat. Und trotzdem ist diese Erwartung immer noch aktiv. Oder sie wird mittlerweile verdrängt, denn Erwartungen dürfen ja nicht sein. 😉

Und ich sagte bereits: DU BIST MACHTVOLL!

Du bist so voller Macht – so in der Vollmacht, dir aus Liebe zu dienen, dass du all deine Kraft in das Verhindern steckst, dass deine Angst vermeiden will.

So ist das zweite Programm das Verhinderungsspiel:

Wenn du z.B. Angst vor Zurückweisung hast, dann wirst du mit aller Kraft und Energie unbewusst andere zurückweisen, nur um nicht den Schmerz zu fühlen, zurückgewiesen zu werden. Was deinem kleinen Verstand und deinem Ego – die für dieses Szenario Regie führen – nicht bewusst ist (denn der Verstand kann nie BEWUSST SEIN), ist, dass dieses „sich selbst zurückweisen“ der eigentliche Schmerz ist und nicht der, den andere dir dadurch vermeintlich zufügen. Der Schmerz ist da für den Teil, der nicht SEIN darf.

Wenn dieses BeDÜRFnis endlich SEIN darf, gibt es keinen Schmerz mehr. Weil dann nur noch die Liebe aktiv ist und in ihrer Macht regiert. Und die ist frei. Und wer frei ist, kann sich auch nicht bekriegen.

Diese klare Erkenntnis traf mich heute Nacht wie einen Blitz.

Ich musste aufstehen und schreiben. Denn auch ich – die die bedingungslose Liebe so sehr spürt und auch gar nicht anders mehr kann, als aus Selbstliebe zu handeln – hab mich auch immer noch mit Erwartungen ertappt.

Und das beste und intensivste, was du tun kannst, um deine Erwartungen und Ängste aufs Tablett zu packen, ist eine Reise mit einem „Unbekannten“ und ebenfalls bewussten Menschen zu machen.

Diese Wahl wurde wohl in unbewusster Absicht von uns beiden – Matthias und mir – getroffen. Denn was wir hier machen, ist keine Schonkur, das hier ist ein Battle an Erwartungen. Ein Opfer-Täter-Spiel, das uns aber in unserer bewussten Eigenverantwortung immer wieder an den Punkt unserer tiefsten Selbstliebe führt und diese bedingungslose Liebe spüren lässt!

Genau das ist der Grund, warum wir in der Erfüllung durch unser Ermächtigungsspiel

den Ermächtigungsurlaub anbieten. Und ganz bewusst für Singles, denn ich bin überzeugt, dass keine Zeit mehr Chancen bereit hält, die tiefe Liebe in sich zu spüren, um sich frei und bedingungslos einem Partner zu öffnen uns ich zu verbinden. In keiner Zeit gab es so viele Singles, wie momentan. Diese Zeit birgt die Chance in sich, aus aus dem Opfer-Täter-Spiel zu gehen und bewusst Schöpfer zu sein. In seiner Liebe zu SEIN, denn da und dann ist alles nur eine Möglichkei, die du nehmen oder SEIN lassen kannst. Du bist frei und doch mit allem und allen verbunden!

Und im Verbund unserer beiden Mottos, von Matthias und mir, sag ich hier mit ganzer Liebe:

RISKIERE UND GEWINNE… in Hülle und Fülle!

Alle Liebe!
Moni

2 Kommentare

  1. Liebe Monika,

    danke für Deine Gedanken (Ge-danke-n 🙂 )! Ich glaube, wenn wir im „Sein“ sind, wind wir zu 100% wir selbst, dann ist alles andere purer Luxus: jeder Atemnzug, jedes Wort, alles Materielle sowieso. Mir kam dieser Gedanke gerade, als ich dachte, dass mir irgendwie die Worte fehlen, das auszudrücken, was ich mitteilen möchte. Eigentlich braucht es keine Worte – und die Folge war: „Worte sind Luxus“. Wir Menschen sind in diesem Sein miteinander verbunden und wir tauschen uns ständig auf dieser Ebene miteinander aus – egal, ob wir dabei in der „bedingungsslosen Liebe“ sind oder auch nicht. Die Wirkungen auf uns selbst und die anderen Personen sind dann entsprechend.

    Alles Liebe,
    Jörg

    • Lieber Jörg,
      vielen Dank für deinen schönen Kommentar!
      Ich kann deinen Worte nur zustimmen! „Eigentlich braucht es keine Worte!“
      Auf ein wunderbares MiteinanderSEIN!
      Alles Liebe!
      Moni

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